82 Prozent der Personaldienstleister gehen in die Kurzarbeit, 16 Prozent sind noch unsicher. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage des Unternehmerbündnis Zeitarbeit mit der Lueerssen GmbH, an der knapp 50 Anbieter mit zusammen mehr als 100.000 Zeitarbeitnehmern teilgenommen haben. Jedes zweite Zeitarbeitsunternehmen stellt den Antrag für alle Niederlassungen. Nur zwei Prozent der Befragten gehen davon aus, kein Kurzarbeitergeld in Anspruch zu nehmen.

Corona-Krise in der Zeitarbeit: 82 % beantragen Kurzarbeit

Über uns

Das Unternehmer­bündnis Zeitarbeit hat sich im Laufe des Jahres 2019 gegründet. Die beteiligten Unter­nehmen verfolgen das Ziel, interessierten Unternehmen, politischen und zivil­gesell­schaftlichen Akteuren Einblicke in die betriebliche Praxis der Zeit­arbeits­branche zu geben. Wir setzen uns dafür ein, dass Arbeits­markt­instrumente praktikabel und krisenfest im Sinne von Arbeit­nehmern und Arbeit­gebern aus­gestaltet werden können

Die Zeit­arbeits­branche hat bereits in der letzten Krise seine Bedeutung für einen funktio­nierenden Arbeits­markt unter Beweis gestellt. Um dies auch in der prognos­tizierten kon­junkturellen Abkühlungs­phase tun zu können, bedarf es der richtigen Mittel und einem gesunden Maß an Flexi­bilität. Vor allem die Ergebnisse der geplanten Evaluierung des Arbeit­nehmer­überlassungs­gesetzes werden zentral darüber entscheiden, ob und wie vor allem kleine und mittel­ständische Unter­nehmen durch die Rezession kommen werden. Das Unternehmerbündnis Zeitarbeit möchte zu diesen und weiteren Themen mit Politik und Gesellschaft in den Dialog treten.

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Das Unternehmerbündnis repräsentiert ca. 63.000 Zeitarbeitnehmer
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Die Unternehmen machen 8,5 Prozent des Zeitarbeitsmarkts aus
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der Arbeits­losen, die aus Arbeits­losig­keit eine Beschäftigung in der Zeit­arbeit auf­genommen haben, sind sowohl nach sechs als auch nach zwölf Monaten sozial­versicherungs­pflichtig beschäftigt.

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der Beschäftigen in unserer Branche haben einen ausländischen Pass. Die Zeitarbeitsbranche ist besonders relevant für die Integration von ausländischen Arbeitskräften in den deutschen Arbeitsmarkt.

Parlamentarisches Frühstück am 14. November 2019

Am 14. November 2019 hat das Unter­nehmer­bündnis Zeit­arbeit zum ersten parla­mentarischen Früh­stück in Berlin eingeladen. Die Ver­anstaltung trug den Titel „Die deutsche Wirt­schaft vor der Rezession – Arbeits­markt­instrumente im Stress­test. Das Beispiel Arbeit­nehmer­überlassungs­gesetz.“

Thematischer Anknüpfungs­punkt für die Ver­anstaltung war die anstehende Rezession der deutschen Wirt­schaft. Diese wird die vorhandenen Arbeits­markt­instrumente in den kommenden Monaten einem Stress­test aussetzen. Nach einem spannenden Impuls von Prof. Dr. Gregor Thüsing (Direktor des Instituts für Arbeits­recht und Recht der Sozialen Sicher­heit der Universität Bonn) zur Prakti­kabilität der aktuellen AÜG-Regelungen diskutierte die Runde über die anstehende Gesetzes­evaluation und mögliche Ver­änderungen bei der fest­geschriebenen Höchst­überlassungs­dauer von 18 Monaten. Unter der Beteiligung der Mit­glieder des Deutschen Bundes­tages Wilfried Oellers (CDU) und Gabriele Hiller-Ohm (SPD) führten die Beteiligten eine spannende Diskussion über möglichen Anpassungs­bedarf der gesetz­lichen Regelungen.

Die Diskutanten waren sich einig, dass die Zeit­arbeits­branche ein Frühindikator für zukünftige wirtschaft­liche Ent­wicklungen in Deutsch­land ist und weiterer Austausch über die Aus­gestaltung des Arbeit­nehmer­überlassungs­gesetzes notwendig ist.

Wir danken allen Teil­nehmern für die spannende Diskussion und werden an dieser Stelle über unsere nächsten Ver­anstaltungen informieren.