Arbeitsschutzkontrollgesetz

Helfen Sie mit, ein Branchenverbot zu verhindern

Das Unternehmerbündnis Zeitarbeit startet eine Kampagne mit dem Ziel, den flexiblen Arbeitsmarkt zu schützen. Der Bundestag diskutiert über ein Arbeitsschutzkontrollgesetz. Die erste Lesung war bereits am 10.9.2020.  Der Gesetzentwurf enthält u.a. ein Branchenverbot für die Arbeitnehmerüberlassung in der Fleischindustrie.

Das Risiko für die Zeitarbeit ist groß: Zwar wären nur relativ wenige Zeitarbeitsunternehmen direkt von dem Verbot betroffen, denn mehr als 90 Prozent der externen Personaldienstleistungen in der Fleischindustrie werden über Werkverträge beauftragt. Namhafte Rechtsexperten befürchten jedoch, dass ein solches Verbot die Vorlage für weitere Branchenverbote für die Arbeitnehmerüberlassung sein könnten.

Dies würde die Geschäftsgrundlage vieler Personaldienstleister bzw. der ganzen Zeitarbeitsbranche gefährden.

Helfen Sie mit, den flexiblen Arbeitsmarkt und die Zeitarbeit zu schützen. Das Unternehmerbündnis Zeitarbeit hat die relevanten Argumente und Forderungen in einem Schreiben zusammen gefasst. Laden Sie die Briefvorlage herunter und senden Sie das Schreiben an die Abgeordneten in Ihrem Wahlkreis, damit der flexible Arbeitsmarkt erhalten bleibt. Jede Stimme eines Unternehmens im Wahlkreis hat Gewicht.

Die Kampagne ergänzt die politische Arbeit der beiden Branchenverbände in Berlin.

Download der Briefvorlage

Handelsblatt interviewt Unternehmerbündnis Zeitarbeit

Für den Beitrag „Zeitarbeitsbranche droht Klage“ interviewt die Redaktion des Handelsblatt Nicole Munk- Synergie, Thomas Schenk – Timepartner und Philipp Geyer – USG People, vom Unternehmerbündnis Zeitarbeit. Der differenzierte Artikel über die möglichen Negativfolgen des Arbeitschutzkontrtollgesetzes erschien am 05.10.2020.

Zeitarbeitsbranche droht mit Klage
Podcast_Liebe Zeitarbeit

Podcast LIEBE ZEITARBEIT

In einer Sonderfolge des Podcasts LIEBE ZEITARBEIT hatten Nicole Munk, SYNERGIE, Roger Lothmann, ZAQUENSIS, und Hartmut Lüerßen von der Lueerssen GmbH vom Unternehmerbündnis Zeitarbeit die Gelegenheit, über das drohende Branchenaus in der Zeitarbeit zu sprechen.

Nicole Munk plädiert für den Zusammenhalt der Branche: „Denn die Folgen werden uns alle treffen.“ Und auch Roger Lothmann wünscht sich ein gemeinsames Vorgehen: „Das ist nicht nur für die großen Unternehmen.“ Hartmut Lüerßen, Analyst in der Branche: „Der Gesetzentwurf geht am Ziel vorbei. Der Arbeitsmarkt muss flexibel bleiben.“

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Über uns

Das Unternehmer­bündnis Zeitarbeit wurde im Jahr 2019 gegründet. Die beteiligten Unter­nehmen verfolgen das Ziel, interessierten Unternehmen, politischen und zivil­gesell­schaftlichen Akteuren Einblicke in die betriebliche Praxis der Zeit­arbeits­branche zu geben. Wir setzen uns dafür ein, dass Arbeits­markt­instrumente praktikabel und krisenfest im Sinne von Arbeit­nehmern und Arbeit­gebern aus­gestaltet werden können

Die Zeit­arbeits­branche hat bereits in der letzten Krise seine Bedeutung für einen funktio­nierenden Arbeits­markt unter Beweis gestellt. Um dies auch in der prognos­tizierten kon­junkturellen Abkühlungs­phase tun zu können, bedarf es der richtigen Mittel und einem gesunden Maß an Flexi­bilität. Vor allem die Ergebnisse der geplanten Evaluierung des Arbeit­nehmer­überlassungs­gesetzes werden zentral darüber entscheiden, ob und wie vor allem kleine und mittel­ständische Unter­nehmen durch die Rezession kommen werden. Das Unternehmerbündnis Zeitarbeit möchte zu diesen und weiteren Themen mit Politik und Gesellschaft in den Dialog treten.

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Das Unternehmerbündnis repräsentiert ca. 63.000 Zeitarbeitnehmer
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Die Unternehmen machen 8,5 Prozent des Zeitarbeitsmarkts aus
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der Arbeits­losen, die aus Arbeits­losig­keit eine Beschäftigung in der Zeit­arbeit auf­genommen haben, sind sowohl nach sechs als auch nach zwölf Monaten sozial­versicherungs­pflichtig beschäftigt.

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der Beschäftigen in unserer Branche haben einen ausländischen Pass. Die Zeitarbeitsbranche ist besonders relevant für die Integration von ausländischen Arbeitskräften in den deutschen Arbeitsmarkt.

Unternehmerbuendnis BMZeit

Lockdown in der Zeitarbeit – und die Folgen

Frühjahr 2020 – 82 Prozent der Personaldienstleister gehen in die Kurzarbeit, 16 Prozent sind noch unsicher. Dies ist das Ergebnis der Umfrage des Unternehmerbündnis Zeitarbeit mit der Lueerssen GmbH, an der knapp 50 Anbieter mit zusammen mehr als 100.000 Zeitarbeitnehmern teilgenommen haben. Jedes zweite Zeitarbeitsunternehmen stellt den Antrag für alle Niederlassungen. Nur zwei Prozent der Befragten gehen davon aus, kein Kurzarbeitergeld in Anspruch zu nehmen.

Corona-Krise in der Zeitarbeit: 82 % beantragen Kurzarbeit